Die schlechten Nachrichten bei Tesla reißen aktuell nicht ab. Am Mittwoch der veröffentlichte der E-Autobauer enttäuschende Auslieferungszahlen für das Q1. In der Folge zogen die von Donald Trump verkündeten US-Importzölle die Aktie weiter nach unten. Am Freitag belastet nun die Reaktion aus China sowie eine vernichtende JPMorgan-Studie.
Die Regierung in Peking hat als Reaktion auf Donald Trumps Zollerhöhung eigene Maßnahmen verkündet. Die USA hatten am Mittwochabend „reziproke“ Strafzölle von 34 Prozent auf chinesische Produkte beschlossen. China ließ nun nicht lange auf sich warten und verkündete, im Gegenzug Zölle in der gleichen Höhe zu erheben.Für Tesla ist der drohende Handelskrieg mit China besonders kritisch. Das Unternehmen betreibt seine wichtigste Produktionsstätte in Shanghai und China ist war 2024 für rund 22 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich. Auch wenn die chinesischen Gegenzölle laut ersten Einschätzungen keine drastischen Kostensteigerungen für Tesla zur Folge haben dürften, da viele Teile lokal bezogen werden, ist der Imageschaden nicht zu unterschätzen. Tesla könnte in China zur politischen Verhandlungsmasse werden.Zusätzlich hat JPMorgan am Freitag eine kritische Studie veröffentlicht. Analyst Ryan Brinkman kürzt seine ohnehin schon konservativen Schätzungen weiter. Für das erste Quartal erwartet der Experte nun einen Gewinn je Aktie von 0,36 Dollar statt zuvor 0,40 Dollar. Brinkman bestätigte sein „Underweight“-Rating und das Kursziel von 120 Dollar. Damit traut er der Aktie zu, sich nochmals zu halbieren.Besonders kritisch gab sich Brinkman hinsichtlich der Auslieferungszahlen. Diese hätten sogar unter der ohnehin schon pessimistischen Schätzung der US-Bank gelegen. JPMorgan sieht darin einen klaren Beleg für den Markenschaden, den Tesla zuletzt durch die politischen Aktivitäten Elon Musks erfuhr.