Mit einem Plus von gut 20 Prozent gehört die Aktie der Biotech-Gesellschaft Sangamo Therapeutics am Freitag zu den wenigen Aktien an der Börse, die mit einem sehr deutlichen Kursaufschlag gehandelt werden. Das Unternehmen hat eine weitere Zusammenarbeit mit einem namhaften Pharma-Konzern unter Dach und Fach bringen können.
Eli Lilly setzt fortan auf die Expertise von Sangamo Therapeutics. Im Rahmen einer Vereinbarung erhält der Pharma-Riese das Recht, das Sangamo-Kapsid STAC-BBB für bis zu fünf potenzielle Krankheitsziele einzusetzen. Die Biotech-Gesellschaft (ging mit einem Börsenwert von 140 Millionen Dollar am gestrigen Donnerstag aus dem Handel) erhält 18 Millionen Dollar in Form einer Vorab-Lizenzgebühr. Darüber hinaus hat die Gesellschaft den Anspruch auf bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Gebühren für lizenzierte Ziele und Meilensteinzahlungen für alle fünf potenziellen Krankheitsziele plus Tantiemen auf potenzielle Nettoumsätze.
"Wir freuen uns, STAC-BBB mit Lilly zu teilen, um potenzielle Behandlungen für neurologische Erkrankungen mit erheblichem ungedecktem medizinischem Bedarf voranzutreiben. Dies ist die dritte Vereinbarung mit einem Pharmaunternehmen, seit wir im März 2024 die Entdeckung von STAC-BBB bekannt gegeben haben, und zeigt das anhaltende Interesse der Industrie an unserer Kapsid-Liefertechnologie", so Sangamo-Chef Sandy Macrae zum Deal mit Eli Lilly.
Ähnliche Zusammenarbeiten konnte das Unternehmen bereits mit der Roche-Tochter Genentech sowie dem japanischen Pharma-Konzern Astellas unterzeichnen. Indes warten Anleger weiterhin auf einen großen Deal für die Gentherapie zur Behandlung von Morbus Fabry.