Von diesem Tief konnte sich der DAX zwischendurch wieder ein gutes Stück erholen. Kurz vor Handelsschluss sackte er dann aber erneut ab. Am Ende verabschiedete sich der DAX mit 20.656 Punkten ins Wochenende – ein Tagesminus von 4,9 Prozent. Noch schlechter lief es in der zweiten Reihe: Der MDAX sackte um 5,4 Prozent auf 25.424 Punkte ab.
Der deutsche Aktienmarkt setzt damit die Korrektur der vergangenen drei Wochen fort. Noch am 18. März hatte der DAX im Vorfeld der Bundestagsabstimmung zum Finanzpaket ein neues Rekordhoch von 23.476,01 Punkten erreicht. Davon ist der deutsche Leitindex nun rund zwölf Prozent entfernt.Die Furcht der Märkte vor einem eskalierenden Handelskrieg machte sich auch bei den Preisen wichtiger Energierohstoffe deutlich bemerkbar. Vor allem die Ölpreise gerieten erneut stark unter Druck und setzten ihre Talfahrt beschleunigt fort. Die Notierungen für Nordseeöl (Brent) und US-Rohöl fielen auf den tiefsten Stand seit 2021. Seit der Bekanntgabe des Zollpakets am Mittwochabend hat sich der Preis für Brent-Öl um mehr als zehn Dollar je Barrel verbilligt.
Besonders hart fiel der Ausverkauf am deutschen Aktienmarkt unter anderem bei den Finanzwerten aus. Die Deutsche Bank war mit einem Minus von rund zehn Prozent das Schlusslicht im DAX. Die Tochter DWS büßte im MDAX sogar über zwölf Prozent ein.
Selbst die Versicherer waren vom Abverkauf nicht befreit. Allianz und Munich Re gaben zwischenzeitig über fünf Prozent nach. Am Ende landeten sie knapp unter dieser Marke.
Deutlich positiver lief es für Immobilien-Aktien. Den zweiten Tag in Folge schlugen sie sich deutlich besser als Gesamtmarkt – wenngleich Vonovia am Ende sogar auch mit einem kleinen Minus von 1,0 Prozent aus dem Handel ging. Symrise war der einzige DAX-Wert, der den Großteil des Tages im Plus lag. Kurz vor Schluss gelang auch Adidas noch die Trendwende. Die Aktie des Sportartikelriesen üb erholte letztlich sogar Symrise noch knapp und schloss den Handelstag mit einem Plus von 1,7 Prozent ab.