BERLIN (dpa-AFX) - Aus der Union kommt Unterstützung für den Vorschlag, das individuelle Recht auf Asyl abzuschaffen und es durch die Aufnahme einer bestimmten Anzahl von Migranten zu ersetzen. Der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Hans Eckhard Sommer, hatte sich für die Aufnahme von Menschen in Deutschland "in beachtlicher Höhe" nach humanitären Kriterien ausgesprochen. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei (CDU), begrüßte die Äußerungen Sommers als "wichtigen Beitrag in der Asyldebatte".
In der Migrationspolitik sei eine Kurskorrektur unerlässlich, sagte Frei der "Welt". "Die gegenwärtige Praxis überfordert nicht nur kommunale Verwaltungen, sondern strapaziert die gesamte Gesellschaft", beschrieb Frei die Lage. "Unser Anspruch, Zuwanderer gut und schnell zu integrieren, ist längst unter die Räder geraten."
Sommer hatte sich am Montag bei einer Veranstaltung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung geäußert und betont, er spreche nicht als Bamf-Präsident, sondern wolle seine "persönliche Einschätzung" geben. Gleichwohl wurde er kritisiert. Vertreter der Grünen und Linke forderten Sommers Rücktritt./brd/DP/zb