MAGDEBURG (dpa-AFX) - "Volksstimme" zu Warnungen des Bamf-Chefs Sommer:
"Während in Berlin zum wiederholten Male unrealistische Szenarien zur "Steuerung" der illegalen Migration ausgehandelt werden, erklärt ein erfahrener Spitzenbeamter den Politikern die Realität. So lautet die verkürzte Deutung des Auftritts von Bamf-Chef Sommer, der wohl nicht zufällig in der CDU-nahen Adenauer-Stiftung über die Bühne ging. Sommer plädiert für humanitäre Aufnahmekontingente anstelle des dysfunktionalen deutschen Asylsystems, bei dem Schlepperbanden und interessierte Staaten im Hintergrund die Fäden ziehen. Klar ist nur, dass die Dinge so nicht mehr haltbar sind. Wenn Friedrich Merz und Lars Klingbeil das nicht verstehen, können sie Deutschland in große Schwierigkeiten bringen. Ein allgemeines Einwanderungsrecht, wie es seit Jahren de facto besteht, hält keine Gesellschaft aus, wie der Historiker Heinrich August Winkler bereits 2018 feststellte. Dass nun Sommers Kopf gefordert wird, ähnelt der Praxis in Obrigkeitsstaaten."/DP/jha