Trotz nahezu täglicher Zolldiskussionen und der damit verbundenen Nervosität an den Aktienmärkten zeigt sich der Recycling- und Wasserkonzern Veolia erstaunlich widerstandsfähig. Während viele Titel unter Druck stehen, setzt Veolia seinen Aufwärtstrend unbeirrt fort; diese Tatsache könnte der Aktie weiter Auftrieb geben.
Veolia ist ein weltweit führender Umweltkonzern mit Aktivitäten in über 100 Ländern. Das Unternehmen ist in drei zentralen Bereichen tätig: Im Wassermanagement kümmert sich Veolia um Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung. Im Abfall- und Recyclingsektor werden Abfälle gesammelt, wiederverwertet und Kreislaufwirtschaftslösungen entwickelt. Im Bereich Energiedienstleistungen betreibt Veolia Fernwärmenetze, unterstützt die Dekarbonisierung und setzt auf erneuerbare Energien.
Bpifrance, die französische öffentliche Investitionsbank, hat im März 2025 gemeinsam mit ihrem Fonds Lac1 eine Beteiligung von 800 Millionen Euro an Veolia Environnement erworben. Diese Investition entspricht etwa 3,5 Prozent des Aktienkapitals von Veolia. Ebenfalls im März hat CriteriaCaixa, eine der einflussreichsten Beteiligungsgesellschaften Spaniens, einen Anteil von fünf Prozent an Veolia erworben.
Der Einstieg von Bpifrance und CriteriaCaixa als neue Großaktionäre verleiht Veolia sowohl finanziell als auch strategisch Rückenwind. Beide Investoren gelten als langfristig orientiert und senden ein klares Vertrauenssignal in Veolias Geschäftsmodell. Die Beteiligung von Bpifrance bringt zusätzlich politische Unterstützung, besonders bei französischen und europäischen Umwelt- und Infrastrukturprojekten. Die frische Kapitalzufuhr erhöht zusätzlich die finanzielle Flexibilität bei den Franzosen.