Zu den stärksten Werten im MDAX zählt am Dienstag die Aktie des Turbinenbauers Nordex. Der Abverkauf der vergangenen Tage im schwachen Marktumfeld, als deutsche Nebenwerte auf breiter Front unter Druck standen, könnte damit vorerst gestoppt sein. Für Rückenwind sorgt dabei ein Großauftrag aus Skandinavien.
So hat Nordex Ende März vom schwedischen Unternehmen Ox2 zwei Aufträge über 70 Turbinen des Typs N175/6.X erhalten. Die Anlagen haben eine Gesamtkapazität von 472 Megawatt und sind für zwei Projekte in Finnland bestimmt. Zum Auftrag zählt auch ein Premium-Service über 35 Jahre. Geliefert und errichtet werden sollen die Turbinen in den Jahren 2026 und 2027, die Inbetriebnahme soll dann 2027 und 2028 erfolgen.
Nordex liefert die Turbinen in der Kaltklimavariante. Diese ist Standard für nordische Länder und soll gewährleisten, dass die Anlagen auch bei mittelstarker Vereisung noch verfügbar sind.
„Wir freuen uns sehr, dass wir den Zuschlag für die Lieferung unseres neuesten und leistungsstärksten Turbinentyps für diese Großprojekte erhalten haben – nun erstmals auch in Skandinavien“, so Nordex-CEO José Luis Blanco. „Dies ist ein Beleg für unsere langjährige Erfahrung in der Entwicklung von Windenergieanlagen für kalte Klimazonen und mittlerweile 15 Jahre Erfahrung mit unserem erprobten und zuverlässigen Anti-Icing-System. Für uns ist es wichtig, die saubere und nachhaltige Zukunft Finnlands mitzugestalten, indem wir OX2 diese Spitzentechnologie zur Verfügung stellen.“