In seinem jährlichen Brief an Investoren hat Larry Fink, CEO des Vermögensverwalters BlackRock, am Montag eindringlich vor den Folgen der explodierenden US-Staatsverschuldung gewarnt. Sollten die USA ihre Schulden nicht unter Kontrolle bringen und die Defizite weiter wachsen, drohe dem Land der Verlust seines Status als Weltreservewährung – zugunsten digitaler Assets wie Bitcoin.
Seit Jahrzehnten profitiere die Weltwirtschaft von der Rolle des US-Dollars als globaler Leitwährung, so Fink. Diese Position sei aber keineswegs in Stein gemeißelt. Seit der legendäre Schuldenzähler am Times Square 1989 zu ticken begann, sei die Staatsverschuldung dreimal schneller gewachsen als das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Allein in diesem Jahr übersteigen die Zinszahlungen der US-Regierung mit 952 Milliarden Dollar die Verteidigungsausgaben. Ohne Gegenmaßnahmen drohe bis 2030 eine Situation, in der die gesamten Staatseinnahmen für Pflichtausgaben und Schuldendienst verwendet würden - ein Dauerdefizit wäre die Folge.
„Ich bin offensichtlich nicht gegen digitale Assets“, betonte Fink. „Zwei Dinge können gleichzeitig wahr sein: Dezentralisierte Finanzen sind eine außergewöhnliche Innovation, die Märkte schneller, günstiger und transparenter macht. Doch genau diese Innovation könnte Amerikas wirtschaftlichen Vorteil untergraben, wenn Investoren Bitcoin als sicherere Alternative zum Dollar betrachten.“
Ein Blick auf BlackRocks eigenen Erfolg untermauert diese These: Der US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETF „IBIT“ war der größte ETF-Start der Geschichte. Innerhalb eines Jahres wuchs er auf über 50 Milliarden Dollar an verwaltetem Vermögen. 2024 verzeichnete IBIT Nettozuflüsse von 37,4 Milliarden Dollar, seit Start sogar über 40 Milliarden – und dominiert damit den Markt. Der nächste Konkurrent, FBTC von Fidelity, kommt laut Daten von The Block lediglich auf 11,5 Milliarden Dollar.
Fink vergleicht die Tokenisierung mit dem Sprung von der Post zum E-Mail im Finanzbereich. Transaktionen, die heute Tage dauern, könnten in Sekunden abgewickelt werden. Märkte müssten nicht mehr schließen, und Milliarden an Kapital, die derzeit durch Verzögerungen gebunden sind, könnten sofort reinvestiert werden – ein Boost für die Wirtschaft. Zudem demokratisiere die Technologie das Investieren: Fraktioniertes Eigentum, einfachere Aktionärsabstimmungen und der Zugang zu hochrentablen Anlagen würden auch kleineren Anlegern offenstehen.
Fink betonte die Rolle der Kapitalmärkte bei der Schaffung von Wohlstand und die Notwendigkeit, die Kluft zwischen öffentlichen und privaten Märkten zu überbrücken. Trotz der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten zeigte er sich optimistisch: Solche Phasen seien nicht neu, und die Widerstandsfähigkeit des Menschen sowie die Stärke der Märkte würden auch diesmal für Stabilität sorgen.
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