Der Düsseldorfer Spezialverpackungsspezialist Gerresheimer befindet sich in Gesprächen mit Private-Equity-Gesellschaften im Hinblick auf eine potenzielle Übernahme. Die Analysten von KeyBanc Capital Markets blicken in einer aktuellen Studie skeptisch auf eine mögliche Transaktion. Die Gerresheimer-Aktie verliert rund fünf Prozent an Wert.
KeyBanc-Analyst Paul Knight stuft den Titel zu Wochenbeginn auf "Sector Weight" ab. Knight bezog sich in seiner Studie auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters von Mitte März, wonach ein Konsortium um die Beteiligungsgesellschaften Warburg Pincus und KKR dem Unternehmen fast 90 Euro je Aktie biete. Dieser Preis begrenze das Aufwärtspotenzial der Aktien, die im Februar in der Spitze gut 85 Euro gekostet hatten.
Der Experte hält den Betrag für unzureichend, um eine "Overweight"-Einstufung zu rechtfertigen - auch angesichts der wahrscheinlichen Umsetzungsrisiken und regulatorischen Hürden für solche eine Transaktion.
Anfang Februar hatte Gerresheimer bereits mitgeteilt, eine Übernahme durch Finanzinvestoren zu prüfen. Entsprechende Gespräche mit Beteiligungsgesellschaften, die dem Vorstand auf unverbindlicher Basis ihr Interesse bekundet hätten, wurden damals bestätigt. Konkrete Namen oder die Höhe einer möglichen Offerte wurden dabei jedoch nicht genannt.
Enthält Material von dpa-AFX