Die Aktie des dänischen Biopharma-Riesen Novo Nordisk fällt und fällt. Der Abverkauf geht auch an kleineren Playern im Adipositas-Bereich nicht spurlos vorbei. So auch beim AKTIONÄR-Depotwert Gubra: Seit dem Bekanntwerden eines Mega-Deals mit AbbVie ist die Luft raus. Doch das Blatt kann sich schnell wenden.
AbbVie legt für den großen Adipositas-Hoffnungsträger von Gubra, GUBamy, zunächst 350 Millionen Dollar auf den Tisch (DER AKTIONÄR berichtete). Zudem stehen den Dänen weitere Meilensteinzahlungen von bis zu 1,875 Milliarden Dollar zu. Zur Einordnung: Die gesamte Gesellschaft Gubra, zu der auch ein hochprofitables Dienstleistungsgeschäft gehört sowie weitere hochinteressante Pipeline-Assets, wird derzeit gerade einmal mit 988 Millionen Dollar bewertet.
Die vielversprechenden ersten Phase-1-Studiendaten, die Gubra im Herbst vergangenen Jahres vorgelegt hat, scheinen am Markt etwas in Vergessenheit geraten zu sein. Im April wollen die Dänen weitere Phase-1-Ergebnisse zu GUBamy vorlegen. Bestätigen sich die vielversprechenden Aussichten für die Substanz, einem sogenannten Amylin-Analogon, dürfte die Aktie wieder schnell im Rampenlicht der Anleger stehen.
Derzeit kann sich das Papier trotz richtig guter operativer Entwicklung nicht dem Abwärtssog von Novo Nordisk entziehen. Die Gubra-Aktie wird schlichtweg in Sippenhaft genommen und notiert damit wieder im Bereich der Herbsttiefs. In diesem Bereich sollte der Titel allerdings allmählich einen Boden ausbilden.