Die Thyssenkrupp-Aktie ist heute einer der Top-Gewinner im MDAX und setzt ihren Höhenflug fort. Nachdem der Konzern zuletzt mit der Ankündigung des Börsengangs der Sparte Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) auf sich aufmerksam gemacht hat, kommt jetzt der nächste Schritt, um effizienter zu werden.
Am Dienstag kündigte das Unternehmen an, dass es durch eine Verkleinerung des Managements in der Stahlproduktion eine Neuausrichtung des Bereichs erreichen will. Die Produktionskapazitäten des Konzerns sollen in Zukunft flexibler und effizienter gestaltet werden, dafür wird die Produktionsmenge von 11,5 Millionen Tonnen auf 8,7 bis 9,0 Millionen Tonnen Stahl jährlich angepasst. „Wir müssen unsere gesamte Organisation schlanker, effizienter und flexibler aufstellen und ein wettbewerbsfähiges Kostenniveau erreichen“, betonte Dennis Grimm, Sprecher des Vorstands von Steel Europe.
Das Papier hat eine beeindruckende 6-Monats-Rally mit einem Gewinn von etwa 200 Prozent hingelegt. Nachdem die Aktie ein neues 3-Jahres-Hoch erreicht hatte, drehte sie bei 10,95 Euro allerdings wieder nach unten und korrigierte scharf bis auf 9,02 Euro. Der entscheidende Widerstand liegt nun wieder am neuen Mehrjahreshoch. Ein Anstieg darüber könnte den Weg bis zum Hoch aus Mai 2019 bei 14,46 Euro ebnen, was ein Potenzial von rund 50 Prozent wäre. Sollte die Aktie jedoch wieder daran scheitern, den nahegelegenen Widerstand zu durchbrechen, könnte dies eine stärkere Korrektur bedeuten.