Die Boeing-Aktie hat am Mittwoch um mehr als sechs Prozent zugelegt. Grund dafür waren positive Aussagen des Finanzvorstands. Konkret äußerte sich Boeing-CFO Brian West äußerte auf der Global Industrials Conference der Bank of America zur aktuellen Lage des Unternehmens. Während er sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen skizzierte, nahmen die Anleger die positiven Aspekte stärker wahr.
West erklärte, dass Boeing bei zentralen Unternehmenszielen auf Kurs sei. Die Produktionseffizienz habe sich verbessert, und das Unternehmen nähere sich dem Ziel von 38 Flugzeugen pro Monat. Zudem stabilisiere sich die Fertigung der 787-Modelle bei fünf Einheiten pro Monat.
Der CFO betonte eine Reduzierung des Mittelabflusses im laufenden Quartal um mehrere hundert Millionen Dollar. Eine einmalige Belastung von 100 Millionen US-Dollar werde erwartet, jedoch seien keine kurzfristigen Auswirkungen durch die von der Trump-Administration eingeführten Zölle zu befürchten. Herausforderungen bestünden weiterhin bei der Verfügbarkeit bestimmter Bauteile.
Finanzvorstand warnt vor zusätzlichen Kosten
Zusätzliche Unterstützung für den Kursanstieg kam durch einen Großauftrag der Fluggesellschaft Japan Airlines über 17 Maschinen des Typs 737 Max-8. West räumte ein, dass notwendige Anpassungen in der Produktion der 737 Max mit hohen Kosten verbunden sein werden. Zudem könne Boeing Verkehrsflugzeuge derzeit nicht in dem Tempo fertigen, das Kunden erwarten, was zu Umsatzeinbußen und zusätzlichen Kosten führe.
Das macht die Boeing-Aktie
Mit dem heutigen Kursanstieg hat die Boeing-Aktie die 200-Tage-Linie bei 168,15 Dollar sowie die 50-Tage-Linie bei 172,55 Dollar überwunden und zwei starke Kaufsignale geliefert. Aus charttechnischer Sicht gilt es nun, das Februar-Hoch bei 188,66 Dollar zu überwinden. Gelingt dies, könnte die Aktie im Anschluss erneut Kurs auf die psychologisch wichtige 200-Dollar-Marke nehmen.