Nach einem kurzen Rücksetzer am Dienstag zeigen die Kryptomärkte am Mittwoch wieder zaghafte Lebenszeichen. Bitcoin und Co legen leicht zu, doch alle Augen sind auf die US-Notenbank Fed gerichtet. Deren Zinsentscheidung könnte den Krypto-Sektor am heutigen Mittwochabend in die eine oder andere Richtung katapultieren. Vor allem ein Thema steht im Mittelpunkt: Das Ende der straffen Geldpolitik.
Experten gehen davon aus, dass die Fed die Leitzinsen unverändert im Bereich von 4,25 bis 4,5 Prozent belassen wird. Für die Märkte steht daher nicht die Zinshöhe im Vordergrund, sondern der makroökonomische Ausblick – insbesondere die Frage, ob die Fed ein baldiges Ende ihrer quantitativen Straffung (Quantitative Tightening, QT) in Aussicht stellt.
Seit Mitte 2022 hat die Fed ihre Bilanz, die während der Corona-Pandemie auf neun Billionen Dollar angewachsen war, schrittweise auf nunmehr 6,7 Billionen Dollar reduziert. Ein früher als erwartetes Ende des QT könnte die Liquidität im Markt erhöhen und Risikoanlagen wie Bitcoin beflügeln.
Positive Impulse kamen zudem von der Bank of Japan (BOJ). Diese beließ ihren Leitzins trotz steigender Inflation im Land unverändert. Damit bleiben die Renditen japanischer Staatsanleihen stabil, was deren Attraktivität für Kapitalanleger begrenzt und weniger Geld in traditionelle Märkte fließen lässt.
Die wachsende Anerkennung von Bitcoin als alternatives Investment zeigt sich auch in den Zahlen: Laut Daten von River hat sich die Anzahl börsennotierter Unternehmen, die Bitcoin halten, in nur zwei Jahren von 33 auf 80 mehr als verdoppelt. Besonders prominent ist hier Strategy, der größte Unternehmensinhaber von Bitcoin.