Seit Tufan Erginbilgiç den im britischen Leitindex FTSE 100 notierten Turbinen- und Maschinenbau-Konzern Rolls-Royce leitet, ist die Aktie ein echter Highflyer geworden. Seit Anfang 2023 kann es die Performance sogar (fast) mit der von Nvidia aufnehmen. Was hinter dem Erfolg steckt und was auch deutsche Unternehmen davon lernen können.
Tufan Erginbilgiç übernahm den Vorstandsvorsitz bei Rolls-Royce zum Jahresstart 2023. Zuvor war der heute 65-jährige Manager viele Jahre für den Ölkonzern BP tätig, zuletzt als Chef des Downstream-Geschäfts, das die Petrochemie ebenso umfasste wie die Raffinerien und das Tankstellennetz. Seit gut zwei Jahren nun also Flugzeug-Triebwerke.
Anfangs bezeichnete Erginbilgiç das Unternehmen als "brennende Plattform", dessen Leistung "nicht nachhaltig" sei. Im vergangenen Dezember verriet er in einem Fernsehinterview: "Wir wollten ein Unternehmen schaffen, das wettbewerbsfähig, widerstandsfähig, wachstumsfähig und leistungsstark ist."
Nun, es scheint gelungen – jedenfalls an der Börse. Der Aktienkurs von Rolls-Royce (RR) hat sich seit Anfang 2023 bis zum Allzeithoch am 28.02.25 um mehr als 700 Prozent verbessert. Zum Vergleich: Super-Highflyer Nvidia kommt im gleichen Zeitraum auf etwa 820 Prozent. Das Geheimnis hinter dem Erfolg des britischen Konzerns ist eine konsequente Strategie, von der auch deutsche Firmen lernen könnten.