27.2.2025 20:11:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.Die Hoffnungen auf ein starkes Jahr im Investmentbanking haben sich bisher nicht erfüllt. Sorgen über Inflation und unsichere US-Regulierungen belasten den Markt – und damit auch die Bewertung von Goldman Sachs. Diese Ansicht vertreten die Analysten von KBW. Sie stufen die Aktie der US-Investment-Bank deshalb von „Outperform“ auf „Markt Perform“ ab.Nach einem Kursplus von etwa 9 Prozent im Jahr 2025 und einem starken Anstieg von 48,4 Prozent im Jahr 2024 durch positive Erwartungen an das Investmentbanking und Deregulierung, sei die Aktie mittlerweile hoch bewertet, so KBW-Analyst David Konrad. Er reduziert das Kursziel von 690 auf 660 Dollar.Obwohl Goldman Sachs von starkem Handel, Verbesserungen im Investmentbanking und höheren Margen im Asset-Management profitieren könnte, sei die aktuelle Bewertung bereits sehr ambitioniert – insbesondere angesichts der bestehenden Marktrisiken, so Konrad.Zu den größten Unsicherheiten zählen Zölle, Inflation, Zinssätze und regulatorische Eingriffe der Regierung. Das Investmentbanking habe daher einen enttäuschenden Jahresstart hingelegt, was Investoren dazu veranlasst habe, Kapitalmarktaktien abzustoßen.Ein Lichtblick ist der Bereich Debt Capital Markets (Fremdkapitalmarkt), der sich gut entwickelt. Allerdings sind das Volumen bei Fusionen und Übernahmen (M&A) sowie im Eigenkapitalmarkt in den ersten sechs Wochen des Jahres deutlich zurückgegangen. Zwar habe das Eigenkapitalmarktgeschäft Ende Februar wieder angezogen, doch laut Konrad wäre ein sehr starker März notwendig, um die Erwartungen zu erfüllen. Langfristig bleibt KBW jedoch optimistisch, dass Goldman Sachs trotz der aktuellen Marktvolatilität gute Perspektiven hat.
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