Auch gut eine Woche nach dem Bekanntwerden von massiven Abschreibungen aufgrund von schlechteren Rahmenbedingungen in den USA auf zwei Biosimilar-Assets ist die Aktie von Formycon weiter auf der Suche nach einem tragfähigen Boden. Indes kann das Unternehmen mit dem Lizenzpartner Klinge Biopharma eine weitere wichtige Zulassung in Großbritannien verbuchen.
Wie Formycon am Dienstag mitteilte, hat AHZANTIVE®, das Biosimilar-Eylea (FYB203) der Gesellschaft, grünes Licht im Vereinigten Königreich erhalten. Die Zulassung umfasse die Behandlung der neovaskulären (feuchten) altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) und weiteren schweren Netzhauterkrankungen, wie dem diabetischen Makulaödem (DME), myoper choroidaler Neovaskularisation (CNV) und Makulaödem infolge eines Netzhautvenenverschlusses (RVO), heißt es von Unternehmensseite.
„Mit der Zulassung von FYB203, unserem zweiten ophthalmologischen Biosimilar im Vereinigten Königreich, machen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um essenzielle Behandlungen für Netzhauterkrankungen einem breiteren Patientenkreis zugänglich zu machen“, so Formycon-CEO Dr. Stefan Glombitza. „Neben Ongavia, unserem erfolgreichen Ranibizumab-Biosimilar im britischen Markt, bietet AHZANTIVE® eine neue, kosteneffiziente Therapieoption für Patienten mit schweren Netzhauterkrankungen – unterstützt durch unseren starken Partner Teva.“
In den USA ist das Eylea-Biosimilar von Formycon bereits seit Juni 2024 zugelassen. Im Januar 2025 haben auch die Entscheidungsträger in der EU dem Mittel die Vertriebsgenehmigung erteilt.
Mit einem Plus von rund drei Prozent versucht sich die Formycon-Aktie an einer charttechnischen Gegenbewegung respektive einer Stabilisierung unterhalb der Marke von 30 Euro.