Auf dem wichtigsten Einzelmarkt China kaufen wohlhabende Kunden weniger teure Autos von Mercedes, was die hohe Profitabilität der Vorjahre schmelzen lässt. 2024 blieben im Pkw-Geschäft vor Zinsen, Steuern und Sonderposten konzernweit nur noch 8,1 Prozent des Umsatzes als operativer Gewinn hängen. Das war noch etwas weniger als von Fachleuten erwartet. Ein Jahr zuvor waren es noch 12,6 Prozent gewesen, in den beiden Jahren davor noch mehr. Der Umsatz fiel im Gesamtjahr um 4,5 Prozent auf 145,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern rutschte um fast ein Drittel auf 13,6 Milliarden Euro ab und fiel damit etwas besser aus als von Experten befürchtet.
Im laufenden Jahr rechnet Mercedes-Benz mit insgesamt noch stärkerem Gegenwind und weniger Ergebnis. Die um Sondereffekte bereinigte Marge vor Zinsen und Steuern im Pkw-Geschäft dürfte 2025 nur bei 6 bis 8 Prozent des Umsatzes liegen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Der Konzernumsatz soll leicht, das Ebit deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen. Ein neues Sparprogramm soll die Produktionskosten des Konzerns bis 2027 um ein Zehntel senken.„Die Mercedes-Benz Group hat dank herausragender Produkte und strenger Kostendisziplin in einem sehr herausfordernden Umfeld solide Ergebnisse erzielt. Um die künftige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in einer zunehmend unbeständigeren Welt sicherzustellen, ergreifen wir Maßnahmen, um das Unternehmen schlanker, schneller und stärker zu machen. Gleichzeitig bereiten wir eine umfassende Kampagne zur Einführung einer Vielzahl neuer Fahrzeuge vor, beginnend mit dem neuen CLA“, kommentierte Ola Källenius, CEO von Mercedes-Benz.Mercedes-Benz startet im Jahr 2025 eine umfassende Produktoffensive. Den Anfang macht der neue CLA, gefolgt von einer großen Aufwertung der S-Klasse im Jahr 2026, den vollelektrischen Modellen des GLC- und der C-Klasse sowie einer Reihe vollelektrischer und elektrifizierter Hightech-Verbrenner-Anläufen von Mercedes-AMG. Insgesamt werden nach der Markteinführung dutzender neuer beziehungsweise aktualisierter Modelle bis zum Jahr 2027 positive Effekte für die Absatzentwicklung erwartet.
Enthält Material von dpa-AFX