Der Nettogewinn, der letztes Jahr auf einen Rekordwert von 2,68 Milliarden Euro gestiegen war, soll 2028 bei 4,2 Milliarden Euro liegen. Um da hin zu kommen, müssen die Erträge in den kommenden Jahren deutlich steigen. Betrugen sie vergangenes Jahr noch 11,1 Milliarden Euro, sollen es 2028 14,2 Milliarden Euro sein. Das unterstellt eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von vier Prozent.
Konzernweit soll die Kreditvergabe um fünf Prozent zulegen. Im Firmenkundengeschäft sollen es dabei acht Prozent mehr bei den Darlehen sein, im Privatkundengeschäft wird nur ein Prozent unterstellt. Die polnische Tochter mBank soll mit vier Prozent Ertragswachstum zu den Unternehmenszielen beitragen. In der Vermögensverwaltung sieht das Managementteam um CEO Bettina Orlopp bei den Gebühreneinnahmen jährliche Wachstumsraten von durchschnittlich sieben Prozent bis 2028.Gleichzeitig müssen die Kosten sinken, um effizienter zu werden. Im letzten Jahr wurde eine Kosten-Ertrags-Quote von 59 Prozent erreicht, angepeilt wurden nur 60 Prozent. Bis 2028 soll der Wert bei 50 Prozent liegen. Im laufenden Jahr wird das Zwischenziel von 57 Prozent in Aussicht gestellt, kommendes Jahr dann 56 Prozent und 2027 54 Prozent.Die Ziele der Commerzbank, insbesondere eine Eigenkapitalrendite von 15 Prozent bis 2028, sind teils sehr ambitioniert. Allerdings sind fast alle Kennzahlen mit Werten für die folgenden Jahre bis 2028 unterfüttert. Somit muss sich der Vorstand jährlich daran messen lassen, ob man auf Kurs ist. Außerdem sind die unterstellten makroökonomischen Parameter wie Zinsniveau oder Wirtschaftswachstum in Deutschland konservativ gewählt.