Die Commerzbank hat bereits vor rund zwei Wochen vorläufige Quartalszahlen geliefert. Heute Morgen wartete das Finanzinstitut mit weiteren Details auf. Dabei wurden auch mehr Informationen zum mittelfristigen Umbau bekannt, die es in sich haben.Die Zahlen, die die Commerzbank heute lieferte, waren keine Überraschung. Denn bereits vor zwei Wochen wurden vorläufige Werte veröffentlicht. Allerdings lieferte CEO Bettina Orlopp Eckdaten zur mittelfristigen Strategie, die unter dem Eindruck der drohenden UniCredit-Übernahme nun zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate nachgeschärft wurde.Die Gewinne sollen deutlich nach oben geschraubt werden. Nach knapp 2,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr soll der Überschuss bis 2028 auf 4,2 Milliarden Euro steigen, teilte der DAX-Konzern am Donnerstag in Frankfurt mit. Im laufenden Jahr dürfte der Gewinn jedoch auf 2,4 Milliarden Euro sinken, weil der Abbau von 3.900 Vollzeitstellen zunächst Geld kostet. Den Anteilseignern stellt Vorstandschefin Bettina Orlopp derweil hohe Gewinnausschüttungen in Aussicht.So will die Commerzbank für das laufende Jahr mehr als 100 Prozent ihres Überschusses an die Aktionäre auszahlen. Die Zinsen für eigenkapitalähnliche Anleihen werden vorher abgezogen. Für die Jahre 2026 bis 2028 fasst Orlopp eine Ausschüttungsquote von 100 Prozent ins Auge, macht dies aber von der Umsetzung ihrer Strategie und dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld abhängig. Bekannt war bereits, dass die Dividende für 2024 bei 0,65 Euro je Aktie liegen soll.
Bei ihren Gewinnplänen setzt die Managerin außer auf Stellenabbau und Kostensenkungen auf stetig wachsende Einnahmen, vor allem aus Provisionen. Hatten die Kosten der Bank im vergangenen Jahr noch 59 Prozent der Erträge aufgezehrt, sollen es 2028 nur noch rund 50 Prozent sein. Für 2025 peilt Orlopp rund 57 Prozent an.Enthält Material von dpa-AFX