Am Freitag haben die Nationalen Gesundheitsinstitute in den USA (NIH) angekündigt, die Bezuschussung von „indirekten Kosten“ von Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen künftig auf maximal 15 Prozent zu kürzen. Darunter fallen etwa Ausgaben in den Bereichen Ausrüstung und Verwaltung. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, hatten die der US-Regierung unterstellten NIH bislang teilweise bis zu 60 Prozent dieser Kosten getragen. In Milliarden ausgedrückt bedeutet dies Kürzungen um mehrere Milliarden Dollar jährlich. Im Jahr 2023 beispielsweise waren von den rund 35 Milliarden Dollar Forschungsgeldern rund neun Milliarden für „indirekte Kosten“ verwendet worden. Erfolgt nun eine Kürzung auf 15 Prozent, würden jährlich rund vier Milliarden Dollar eingespart.
JPMorgan-Analyst Richard Vosser sieht hierdurch leichten Gegenwind gerade für europäische Diagnostikspezialisten. Die Aktie von Qiagen verliert aktuell gut zwei Prozent auf 38,823 Euro, Merck KGaA notiert 1,5 Prozent im Minus bei 138,10 Euro und Sartorius gibt 1,1 Prozent nach auf 249,50 Euro. Damit sind die drei Titel zum Wochenstart die drei größten Verlierer im DAX. Da hilft auch ein positiver Analystenkommentar von Goldman Sachs nicht. Die US-Investmentbank hat mit Blick auf die am 6. März anstehenden Quartalszahlen von Merck KGaA die Kaufempfehlung sowie das Kursziel von 185 Euro bestätigt.