Die Aktien von LVMH, Kering und Hermès drehen am Freitag erneut auf. Nach den starken Richemont-Zahlen konnte heute der britische Konkurrent Burberry mit seinen Zahlen überzeugen. Trotz eines Umsätzrückgangs scheint der Strategiewechsel des Konzerns Früchte zu tragen.
Burberry verzeichnete im dritten Quartal zwar einen Umsatzrückgang um vier Prozent auf 659 Millionen Britische Pfund (816 Millionen Dollar), die Analysten hatten allerdings mit einem Rückgang von zwölf Prozent gerechnet. Im Amerika wuchsen die Erlöse um vier Prozent, während sie in Europa um zwei Prozent zurückgingen. Auch im asiatisch-pazifischen Raum stand ein Minus von neun Prozent zu Buche, wobei das Geschäft in Festlandchina um sieben Prozent abnahm. In Japan wuchsen die Erlöse dagegen um vier Prozent.
„Angesichts unserer Q3-Performance gehen wir nun davon aus, dass unsere Ergebnisse der zweiten Geschäftsjahreshälfte den bereinigten operativen Verlust der ersten Hälfte weitgehend ausgleichen werden – trotz des unsicheren makroökonomischen Umfelds", so der CEO Joshua Schulman. Die Transformation der Marke befinde sich aber noch in einem frühen Stadium es sei „noch viel zu tun“.
Strategiewechsel trägt Früchte
Schon die Halbjahreszahlen im November fielen besser aus als erwartet. Schulman hatte damals einen Strategiewechsel angekündigt, um dem angeschlagenen Modehaus neue Impulse zu verleihen. Zuvor hatte Burberry mit rückläufigen Umsätzen und Managementwechseln zu kämpfen. Burberry hatte sich zu weit von seinen Wurzeln, dem klassischen Trenchcoat, entfernt. Der Konzern versuchte, in Kategorien und Preislagen zu expandieren, in denen die Marke nicht ausreichend begehrt war. Die Folge waren zu viele Rabatte und Outlet-Stores.