Der Vorstand der Commerzbank dürfte das Event nutzen, um die Unternehmensziele für die kommenden Jahre anzupassen. Durchgesickert ist gestern, dass mehrere tausend Stellen in Deutschland gestrichen werden könnten. In Tschechien oder Polen könnten stattdessen im IT-Bereich neue Jobs entstehen. DER AKTIONÄR berichtete.
Hintergrund ist, dass das Kostenziel des Geldhauses für 2027 mit einer Kosten-Ertrags-Quote von 59 Prozent noch immer über dem vieler Wettbewerber liegt. Lassen sich geringere Kosten in höhere Gewinne übersetzen, kann die Profitabilität erhöht werden. Zudem wäre mehr Kapital für Ausschüttungen vorhanden. Laut verschiedener Medienberichte sind die Restrukturierungsmaßnahmen aber noch nicht mit den Gewerkschaften abgesprochen.Durch die drohende Übernahme der UniCredit muss das Management ordentlich Gas geben bei der weiteren Konzernentwicklung. Zu der möglichen Fusion äußerte sich erneut Finanzminister Kukies am Rande eines Eurogruppen-Treffens in Brüssel. Er warf der Bank ein "intransparentes und undurchsichtiges" Vorgehen vor und bekräftigte seine Ablehnung einer feindlichen Übernahme der aus seiner Sicht systemisch relevanten Commerzbank.