Die aktuellen Konjunkkurdaten aus China haben zum Jahresauftakt gründlich enttäuscht. Das hinterlässt auch in der bereits angeschlagenen Luxusbranche seine Spuren. Die Aktien der großen Player LVMH, Kering und Hermès geben am Donnerstag reihenweise nach.
Für die Hersteller von Luxusgütern ist China einer der wichtigsten Absatzmärkte. Zuletzt wurde die Stimmung in der Branche durch positive Signale aus China wieder aufgehellt. Die chinesische Regierung hatte angekündigt, die Renten zu erhöhen und ein Rückkaufprogramm für Konsumgüter auszuweiten. Zudem sollen die Haushaltseinkommen erhöht und der Konsum „kräftig angekurbelt“ werden.
Nun die nächste Ernüchterung: Der staatliche Einkaufsmanagerindex, der sich auf große und staatlich dominierte Unternehmen konzentriert, sank im Dezember um 0,2 Punkte auf 50,1 Zähler und verfehlte die Expertenerwartungen. Schuld sind vor allem schwache Auslandsaufträge, die das Wachstum der Industrie deutlich bremsten.
Noch deutlicher fiel der vom Wirtschaftsmagazin Caixin veröffentlichte Indikator aus. Dieser ging überraschend stark um einen Punkt auf 50,5 zurück, während Volkswirte mit einem Anstieg auf 51,7 gerechnet hatten.
Die Kursverluste ziehen sich am Donnerstag durch die ganze Luxusbranche. Während die Papiere von LVMH und Kering um 2,3 beziehungsweise 2,7 Prozent nachgeben, büßt die Hermès-Aktie sogar 2,9 Prozent ein. Auch bei den Konkurrenten Prada und Moncler herrschen am heutigen Tag die roten Vorzeichen vor.