Die Intel-Aktie zeigt nach einer richtungsweisenden Präsentation ihrer Co-CEOs auf der Barclays Global Technology Conference erste Erholungstendenzen, obwohl das Unternehmen weiterhin mit strukturellen Herausforderungen und Marktunsicherheiten zu kämpfen hat; das sind die Pläne der neuen Führung.
Nach dem Rücktritt von CEO Pat Gelsinger haben Michelle Johnston Holthaus und David Zinsner als Co-CEOs die Geschäftsführung von Intel übernommen. Die Unternehmensleitung gewährte Einblicke in die strategische Zukunftsplanung von Intel, was an der Wall Street für eine gewisse Entspannung sorgte. Intel plant eine bedeutende Umstrukturierung seines Geschäfts, indem das Foundry-Segment in eine eigenständige Tochtergesellschaft überführt wird
Diese Neuausrichtung ermöglicht dem Foundry-Bereich, weitgehend autonom von der Chipdesign-Sparte zu agieren.
Das Management hält sich zudem die Option offen, das Fertigungs-Geschäft in Zukunft möglicherweise vollständig auszugliedern, wobei die endgültige Entscheidung darüber noch aussteht.
Intel erwägt neben der Ausgliederung weitere strategische Schritte zur Umstrukturierung. Das Management zeigt sich offen für einen Teilverkauf der Anteile an dem Fahrassistenzanbieter Mobileye.
Darüber hinaus sucht Intel einen Partner für ein mögliches Börsen-Comeback der Altera-Sparte, die 2015 für knapp 17 Milliarden US-Dollar akquiriert wurde und auf programmierbare Chips spezialisiert ist.
Die angekündigten Maßnahmen kommen am Markt gut an. Die Aktie beendet den US-Handel mit einem Kursplus von etwas mehr als drei Prozent. DER AKTIONÄR hat Intel Ende Oktober mit Stopp 15 Euro und Kursziel 30 Euro neu auf die Empfehlungsliste aufgenommen.