Zuletzt war in der Aktie von Evotec einiges an Bewegung. Zunächst beflügelten Spekulationen, dass der Finanzinvestor Triton eine Übernahme erwägen könnte. Dann folgte ein Übernahmeangebot von Halozyme, gegen das sich Evotec aber wohl zur Wehr setzen will. Und nun könnte die Aktie von Evotec noch in diesem Jahr in den MDAX zurückkehren.
Zur nächsten Index-Überprüfung der Deutschen Börse, die am 4. Dezember stattfindet, erwartet die US-Bank JPMorgan einige Veränderungen. Eine würde das Hamburger Biotech-Unternehmen Evotec betreffen. JPMorgan-Analyst Pankaj Gupta rechnet damit, dass Evotec in den Indes der mittelgroßen Werte zurückkehrt. Dafür müsse wohl der Industrie-Recycler Befesa seinen Platz für den Wirkstoffforscher im MDAX räumen. Etwaige Änderungen würden am Montag, 23. Dezember in Kraft treten.Zuletzt stand Evotec aber im Fokus, was eine mögliche Übernahme angeht. Das US-Biotech-Unternehmen Halozyme Therapeutics hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 11,00 Euro je Aktie unterbreitet. Das Übernahmeangebot würde Evotec mit rund zwei Milliarden Euro bewerten. Das Geschäft soll Halozyme zufolge bar aus bestehenden Mitteln und neuen Krediten durch die aktuellen Gläubiger von Halozyme finanziert werden. Evotec will sich allerdings gegen die Übernahme wehren. Oberste Priorität habe es, Evotec als eigenständiges Unternehmen im besten Sinne der Aktionäre voranzubringen, erklärte ein Unternehmenssprecher.
Im Zuge der Übernahmespekulationen ist die Aktie von Evotec zeitweise bis auf 10,69 Euro gestiegen. Zuletzt hat das Papier aber etwas Federn lassen müssen und pendelt nun um die 10-Euro-Marke.