Der Pharmakonzern Novartis hat seine Wachstumsziele angepasst, nachdem er sich von seiner Generikatochter Sandoz getrennt hat. Die Ergebnisse kommen am Markt gut an: Die Aktie legt leicht zu.
Der strategische Schwerpunkt liegt nun auf innovativen Medikamenten in Bereichen wie Herz-Kreislauf-, Nieren-, Stoffwechselerkrankungen, Immunologie, Neurologie und Onkologie. Das Ziel ist ein jährliches Umsatzwachstum von sechs Prozent im Zeitraum 2023 bis 2028, was einem zusätzlichen Umsatz von etwa 2,5 Milliarden Dollar jährlich entspricht.
Die Umsatzprognosen für Medikamente wie Cosentyx, Kisqali, Kesimpta und Pluvicto betonen das Potenzial von Novartis' Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Diese Produkte werden auf Umsätze von über acht Milliarden USD bzw. mehr als fünf Milliarden USD geschätzt. Für die Jahre bis 2027 strebt Novartis eine bereinigte operative Marge von über 40 % an. Herausforderungen wie der bevorstehende Patentablauf des Herzmittels Entresto könnten jedoch Risiken darstellen.
Analystenstimmen
Barclays behielt die Bewertung der Novartis-Aktie bei „Underweight“ mit einem Kursziel von 85 Franken bei. Analystin Emily Field betonte, dass Novartis durch die Erhöhung der Wachstumsziele die Markterwartungen treffe.
Gleichzeitig hielt JPMorgan an seiner „Neutral“-Bewertung der Aktie mit einem Kursziel von 95 Franken fest. Analyst Richard Vosser erwartet, dass die neuen Mittelfristziele von Novartis zu einer positiven Kursreaktion führen könnten, da sie Raum für eine Anpassung der Markterwartungen bieten.
Das macht die Novartis-Aktie:
Die Novartis-Aktie steigt um 0,5 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch