Der Ticketveranstalter CTS Eventim hat mit seinen Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres gründlich enttäuscht. Obwohl die Erlöse in die Höhe kletterten, blieb der Gewinn blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Aktie muss am Vormittag Federn lassen.
Der Umsatz kletterte um knapp 16 Prozent auf gut zwei Milliarden Euro, was den Erwartungen entsprach. Gestiegene Vertriebs- und Verwaltungskosten sorgten jedoch für einen Rückgang des Nettogewinns um rund elf Prozent auf 181,2 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) erreichte knapp 322,8 Millionen Euro, was jedoch die Erwartungen der Analysten enttäuschte und im Konsensvergleich um satte 25 Prozent niedriger ausfiel.
Der Vorstand von CTS Eventim hält dennoch an seinem optimistischen Ausblick fest und geht davon aus, dass das operative Ergebnis im gesamten Jahr deutlich über dem Vorjahreswert liegen wird. Zudem strebt der Konzern ein moderates Umsatzwachstum angestrebt.
Bernstein-Analyst Annick Maas betonte, dass die steigende Kostenbasis ein wesentlicher Faktor für die enttäuschenden Gewinne war. Insbesondere die Ausgaben in Vertrieb und Verwaltung erforderten eine strategische Neujustierung. Die Übernahme von See Tickets sei ein weiterer Schritt, um das internationale Geschäft auszubauen.
Kursziele bestätigt
JPMorgan hat die Einstufung auf "Overweight" belassen, mit einem Kursziel von 101 Euro. Analystin Lara Simpson wies darauf hin, dass der aktuelle Quartalsbericht gemischte Ergebnisse lieferte und Fragen zu den Margen aufkommen lässt. Trotz anhaltendem Kostendruck wurde der operative Gewinn nicht erreicht.
Gleichzeitig hat die Baader Bank die Aktie mit "Add" bewertet und ein Kursziel von 98 Euro festgelegt. Analyst Volker Bosse hob das robuste dritte Quartal und die Bestätigung der Jahresziele hervor. Er merkte an, dass trotz geopolitischer Unsicherheiten und steigender Lebenshaltungskosten Verbraucher weiterhin in Live-Erlebnisse investieren.
Das macht die CTS-Eventim-Aktie:
Die Aktie von CTS Eventim fällt um rund zehn Prozent auf den tiefsten Stand innerhalb der letzten drei Monate. Der Rückgang ist Teil einer Korrekturbewegung, die Ende Oktober einsetzte, nachdem die Aktie erstmals die psychologisch wichtige Marke von 100 Euro überschritten hatte (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch