Der US-Konzern Alphabet steht am Donnerstag unter Druck. Grund: Das US-Justizministerium strebt den Verkauf Google Chrome an, um eine Monopolbildung zu verhindern. Damit würde Alphabet seinen Burggraben bei der Internetsuche verlieren. Die Aktie verliert in einer ersten Reaktion sechs Prozent.
Konkret hat das US-Justizministerium bereits am Mittwoch beim zuständigen Bundesrichter beantragt, den Google-Mutterkonzern Alphabet zum Verkauf seines Internetbrowsers Chrome zu zwingen und die Zahlungen an Apple im Rahmen des Suchmaschinen-Deals zu stoppen. Mit dem Antrag will das US-Justizministerium die aus seiner Sicht wettbewerbswidrigen Praktiken von Alphabet stoppen.
Der Antrag des Justizministeriums geht laut Investor's Business Daily auf eine Entscheidung des Bundesrichters Amit Mehta vom vergangenen August zurück, wonach Alphabet ein illegales Monopol bei der Internetsuche aufgebaut und aufrechterhalten habe, indem es Konkurrenten daran hindere, eigene Produkte auf den Markt zu bringen. Ein wichtiges Argument für diese Annahme ist aus Sicht des US-Justizministeriums der Suchmaschinen-Deal, den Google mit Apple geschlossen hat. Dieser sieht gegen jährliche Zahlungen in Milliardenhöhe vor, dass Chrome als Standardsuchmaschine auf iPhones eingestellt wird.
Das Verfahren soll unter Leitung von Richter Mehta im April kommenden Jahres starten und klären, wie die kartellrechtlichen Verstöße von Google behoben werden könnten. Eine Entscheidung soll bis August 2025 getroffen werden.