Volatile Zeiten für die Aktie von Bavarian Nordic. Am Freitag sackte der Impfstoff-Titel um knapp ein Fünftel ab. Der "Kennedy-Effekt" in den USA gepaart mit schwachen Zahlen zum dritten Quartal sorgten für einen Ausverkauf. Doch am Montag die Wende: Positive Analystenkommentare bescherten einen kräftigen Rebound. Hinzu kommt der erste Mpox-Fall der neuen Variante in den USA.
"Die kalifornische Gesundheitsbehörde hat durch Labortests den ersten bekannten Fall von Mpox der Gruppe I in den Vereinigten Staaten bestätigt. Dieser Fall steht im Zusammenhang mit einem laufenden Ausbruch von Mpox der Klade I in Zentral- und Ostafrika", heißt es in einer Pressemitteilung der Centers for Disease Control and Prevention (CDC). "Das Risiko von Mpox der Klade I für die Öffentlichkeit ist nach wie vor gering, und es gibt weiterhin sporadische Mpox-Fälle der Klade II in den Vereinigten Staaten."
Trotz der ungewissen Lage nach der Nominierung von Robert F. Kennedy Jr. zum Leiter des Gesundheitsministeriums, der als Impfskeptiker gilt, sind die Analysten von Carnegie am Montag auf die Käuferseite bei Bavarian Nordic gewechselt. Laut Analyst Jesper Ilsøe werde es "immer deutlicher“, dass der Mpox-Impfstoffhersteller sein Umsatzziel für die öffentliche Vorsorge übertreffen werde.
Künftige Trigger seien unter anderem eine bessere Visibilität des Risikos für die US-Impfstoffverkäufe aufgrund des abnehmenden Kennedy-Rabatts, neue Mpox-Bestellungen sowie neue Mpox-Ausbrüche, so Ilsøe in seiner aktuellen Studie. Der Carnegie-Analyst sieht Luft bis 245 Dänische Kronen (32,85 Euro).