Das Frankfurter Finanzinstitut hatte bereits seit längerem in Aussicht gestellt, für rund 600 Millionen Euro weitere Aktien zurückkaufen zu wollen. Dies wäre das zweite Programm in diesem Jahr. Gestern wurde zudem bekannt gegeben, dass nach den morgigen Quartalszahlen eigene Aktien im Wert von 600 Millionen Euro vom Markt genommen werden sollen, wie DER AKTIONÄR berichtete.
Vor wenigen Wochen, kurz nach dem Einstieg der italienischen UniCredit, hatte die neue CEO Bettina Orlopp zudem die Strategie nachgeschärft. Statt mindestens die Hälfte des Jahresgewinns in den Geschäftsjahren 2025 bis 2027 auszuschütten, hat die Bank ihre Ziele nun auf mindestens 90 Prozent des jeweiligen Gewinns erhöht.
Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg gibt es bei der Commerzbank Pläne, absehbar noch mehr Kapital freizusetzen, das für Ausschüttungen oder Investitionen verwendet werden könnte. Das sagten informierte Kreise gegenüber Bloomberg.
Das erwartete Wachstum der risikogewichteten Aktiva soll dabei mehrere Milliarden unter dem bisher angestrebten Wert liegen. Damit wäre weniger Eigenkapital vorzuhalten, das anderweitig verwendet werden könnte.Das Ziel von Bettina Orlopp dürfte es sein, den Aktienkurs der Commerzbank in den kommenden Wochen weiter zu steigern. Die Bank hat bei den Quartalszahlen in der jüngeren Vergangenheit häufig tief gestapelt. Auch mehr Ausschüttungen könnten dem Kurs Rückenwind geben.