Nachdem in Deutschland am Dienstag der erste Mpox-Fall der Klade I bekanntgeworden war, wachsen die Sorgen vor einer Ausbreitung über die kontinentalafrikanischen Grenzen hinaus. Im Falle einer Verschärfung der Lage könnte die Nachfrage nach dem passenden Impfstoff aus dem Hause Bavarian Nordic weiter steigen.
„Es scheint, als gäbe es bereits mehr Mpox-Fälle in Europa, vielleicht sind noch nicht alle in den Medien“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Chef des Schweizer Pharma-Riesen Roche, Thomas Schinecker, im Rahmen der Zahlenvorlage zum dritten Quartal. Der Hintergrund: Roche hat einen Mpox-Test im Produktportfolio.
Inzwischen wurden auch zwei Mpox-Fälle in Norwegen bekannt. Wie übereinstimmende Medien berichten, haben sich zwei Männer mit der Klade II infiziert.
Durch die Kursgewinne vom Dienstag hat sich die charttechnische Ausgangslage der Aktie von Bavarian Nordic verbessert. Der Sprung aus dem seit August bestehenden Abwärtstrend ist gelungen. Kann das Unternehmen in den kommenden Wochen weitere Lieferverträge für seinen Pocken- respektive Mpox-Impfstoff MVA-BN (Handelsnamen je nach Region: Imvamune, Jynneos oder Imvanex) verbuchen, könnte der günstig bewertete Titel zügig wieder in Richtung 52-Wochen-Hoch streben. Dieses wurde an der Heimatbörse in Kopenhagen bei exakt 300 Dänische Kronen (umgerechnet 40,23 Euro) markiert.