In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung äußerte sich der neue Commerzbank-Vizechef Michael Kotzbauer zu den Übernahmegerüchten und strategischen Ausrichtungen der Commerzbank. Finanztreff.de beleuchtet seine Aussagen.
Kotzbauer zeigte sich überrascht über den Zeitpunkt des Interesses der UniCredit, wenngleich das grundsätzliche Interesse nachvollziehbar sei. Kotzbauer unterstrich, dass bislang kein offizielles Angebot der italienischen Großbank vorliegt, und betonte die Notwendigkeit einer sorgfältigen Prüfung potenzieller Übernahmevorschläge.
Kotzbauer warnt vor den Risiken, die Fusionen mit sich bringen können, indem er auf die Erfahrungen der Commerzbank bei der Fusion mit der Dresdner Bank verweist. Diese sei durch unzureichende Kundenbetreuung über Jahre hinweg geprägt gewesen. Auch die schlechtere Bonitätsnote der UniCredit wirft Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf Anleihen und internationale Ausschreibungen. Trotz dieser Bedenken sieht Kotzbauer studiengestützte Chancen für die Commerzbank: Eine politisch und wirtschaftlich kluge Risikoevaluierung könnte das Vertrauen der Anleger stärken und die Kursentwicklung der Aktie langfristig positiv beeinflussen.
Das macht die Commerzbank-Aktie:
Die Commerzbank-Aktie fällt um 0,7 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.