Laut einem Artikel des Wall Street Journal erwägt Boeing den Verkauf von Randbereichen und weniger profitablen Geschäftssparten. Diese strategische Neuorientierung könnte dringend benötigte finanzielle Mittel generieren, um die angespannte Lage des Airbus-Rivalen zu mildern.
Am Mittwoch wird der neue Konzernchef Kelly Ortberg die Quartalszahlen des Unternehmens präsentieren. In Erwartung der Zahlen zeichnen sich bereits Maßnahmen zur Kostensenkung ab, etwa der angekündigte Abbau von etwa zehn Prozent der Belegschaft. Boeing plant zudem, seine Kapitalbasis mit einer möglichen Kapitalerhöhung zu stärken. In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hat das Unternehmen den potenziellen Umfang dieser Maßnahme auf bis zu 25 Milliarden US-Dollar beziffert, durch die Emission neuer Aktien oder Schulden. Eine zusätzliche Kreditlinie von zehn Milliarden US-Dollar soll zur Stabilisierung beitragen.
Analystenstimme
RBC hat Boeing mit der Bewertung "Outperform" versehen und das Kursziel bei 200 US-Dollar belassen. Analyst Ken Herbert hob hervor, dass das mögliche Ende des Streiks und eine Einigung mit der Gewerkschaft Boeing helfen könnten, ihre Bilanz zu verbessern.
Das macht die Boeing-Aktie:
Die Boeing-Aktie steigt im deutschen Handel um rund vier Prozent. Seit Jahresbeginn verzeichnete sie einen Verlust von über 40 Prozent, mit einem Rückgang von knapp 14 Prozent in den letzten drei Monaten (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch