Der LKW-Bauer Volvo hat im dritten Quartal schwächer abgeschnitten als von den Experten erwartet. Die schwache Wirtschaftslage hat deutlich auf das Geschäft gedrückt. Die Anleger zeigen sich wenig erfreut.
Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo verzeichnete im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von zwölf Prozent im Jahresvergleich, was zu einem neuen Umsatzwert von 117 Milliarden schwedischen Kronen (etwa 10,2 Milliarden Euro) führte. Das operative Ergebnis, bereinigt um Sonderposten, sank um mehr als 25 Prozent auf 14,1 Milliarden Kronen. Ebenso fiel die operative Marge um 2,4 Prozentpunkte auf nun zwölf Prozent.
Volvo verkaufte im Berichtszeitraum 46.266 Lastwagen, was einem Rückgang von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Bestellungen gingen um acht Prozent auf insgesamt 43.234 Lastwagen zurück. Der Gewinnanteil für die Aktionäre reduzierte sich um 29 Prozent auf zehn Milliarden Kronen.
Diese Entwicklungen wurden durch eine schwache Wirtschaftslage und Rückgänge in der Fracht- und Bautätigkeit verursacht, insbesondere im Vergleich zu einem sehr starken Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen schnitt schwächer ab als von Experten erwartet. CEO Martin Lundstedt merkte an, dass es zu einer weiteren Normalisierung der Nachfrage komme.
Analystenstimmen
JPMorgan hat die Einstufung der Volvo-Aktie auf „Neutral“ belassen und ein Kursziel von 290 schwedischen Kronen festgelegt. In seiner Analyse schätzt Analyst Jose Asumendi die soliden Gewinnmargen des Unternehmens und sieht eine Normalisierung der Nachfrage am Horizont. D
Demgegenüber steht die Einschätzung von Jefferies mit einer Kaufempfehlung und höherem Kursziel von 330 schwedischen Kronen. Analyst Michael Aspinall hob hervor, dass Volvos Nachfrageprognose für 2025 seine Erwartungen erfüllt und sogar über dem Marktkonsens liegt.
Das macht die Volvo-Aktie:
Die Volvo-Aktie fällt um 0,5 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch