Die operative Entwicklung von Bavarian Nordic und die Aussicht auf weitere Impfstoff-Lieferverträge spiegelt sich nach Ansicht des AKTIONÄR derzeit nicht im Kursverlauf der Aktie wider. Der Markt scheint auf weitere harte Fakten zu warten. Harte Fakten, die der Markt im August bekommen hat und das Papier von rund 25 Euro auf zwischenzeitlich über 40 Euro katapultiert hat. Erneut könnte es die oft zitierte "Ruhe vor dem Sturm" sein.
Diese hat DER AKTIONÄR bereits Anfang August des laufenden Jahres beschrieben. Im Artikel "AKTIONÄR-Depotwert Bavarian Nordic: Die Ruhe vor dem Sturm" hieß es: "Ein nennenswerter Liefervertrag oder eine dynamischere Mpox-Ausbreitung über die Grenzen Afrikas hinaus dürften die Aktie von Bavarian Nordic antreiben." Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat daraufhin zwei Wochen später den Mpox-Ausbruch in Afrika als "gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite" (PHEIC) deklariert.
Inzwischen sind beim derzeitigen Ausbruch in 16 afrikanischen Ländern Mpox-Fälle aufgetaucht. Und Bavarian Nordic konnte Lieferverträge eintüten und sogar die Prognose für das laufende Jahr anheben.
Seitdem ist etwas Ruhe bei Bavarian Nordic und der Aktie des deutsch-dänischen Impfstoff-Herstellers eingekehrt. Eine Ruhe, die der vor dem massiven Anstieg im August gleicht.
Aus charttechnischer Sicht wäre wichtig, dass die Aktie den seit August bestehenden Abwärtstrend nachhaltig überwinden kann. Dann sollten auch wieder verstärkt Trader größeres Interesse an einem Engagement in dem Papier haben. Ohnehin ist das Chance-Risiko-Verhältnis auf dem derzeitigen Niveau äußerst vielversprechend.