Die Ölpreise haben zum Wochenstart deutlich nachgegeben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember fiel bis zum Abend zuletzt um 1,51 Dollar auf 77,53 US-Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Auslieferung im November sank um 1,65 Dollar auf 73,92 Dollar. Für Druck sorgte die jüngste Prognose der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC).
Diese hat in ihrem Monatsbericht die Prognosen für die weltweite Ölnachfrage in diesem und im nächsten Jahr den dritten Monat in Folge reduziert. Mit den drei aufeinanderfolgenden Herabstufungen weicht die OPEC von ihren bisherigen, vergleichsweise zuversichtlichen Prognosen für die Nachfrage ab. Selbst nach den Kürzungen bleiben ihre Prognosen weiterhin ein Ausreißer. So erwarten große US-Banken und die Internationale Energieagentur ein deutlich niedrigeres Wachstum der Nachfrage.Die Nachfrage wird auch durch das schwächelnde Wachstum in China belastet. Das Wachstum des Landes bleibt schon länger hinter den Erwartungen zurück. So kündigte China am Wochenende weitere Maßnahmen zur Wiederbelebung seiner angeschlagenen Wirtschaft an. Finanzminister Lan Foan versprach unter anderem, den Lokalregierungen bei der Bewältigung ihrer Verschuldung zu helfen, gleichzeitig die Ausgaben von Staatsanleihen zu erhöhen und Subventionen für Geringverdiener anzubieten.Allerdings blieb der Politiker konkrete Details zur Höhe eines Konjunkturpakets schuldig, was Investoren an den Finanz- und Rohstoffmärkten ein wenig enttäuschte und auf die Ölpreise drückte. So ist China ein großer Ölkonsument – schwächelt die Wirtschaft des Landes, sinkt die Nachfrage entsprechend. Im Blick bleibt auch die Lage in Nahost.(Mit Material von dpa-AFX)