Bayer setzt den Umstrukturierungsprozess im Jahr 2024 mit Nachdruck fort. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gab Konzernchef Bill Anderson bekannt, dass bereits über 70 Prozent der Teams nach dem neuen Organisationsmodell arbeiten. An der Börse kommen die News gut an.
Die Maßnahmen sollten ursprünglich erst im Herbst 2025 abgeschlossen sein sollten. Nun arbeiten bereits jetzt über 70 Prozent der Teams nach dem neuen Organisationsmodell, angestrebt wird, diesen Anteil bis Ende 2024 auf 80 bis 90 Prozent zu erhöhen. Ein zentraler Punkt der Neuausrichtung betrifft den Stellenabbau. Bis Ende Juni 2024 wurden bereits 3.200 Stellen gestrichen, mit weiteren Kürzungen bis Jahresende. Bayer beschäftigte zu diesem Zeitpunkt etwa 96.600 Vollzeitkräfte.
Finanzielle Belastungen
Die angestrebten jährlichen Einsparungen von zwei Milliarden Euro ab 2026 verdeutlichen den finanziellen Druck auf Bayer, insbesondere durch die Verbindlichkeiten aus der Monsanto-Übernahme von 2018. Zusätzliche Belastungen ergeben sich aus den laufenden Rechtsstreitigkeiten in den USA, vor allem im Zusammenhang mit Glyphosat und PCB. Diese Fälle erfordern erhebliche Rückstellungen und haben Bayer bisher Milliarden gekostet.
Das macht die Bayer-Aktie:
Die Bayer-Aktie steigt vorbörslich um 1,2 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.