Knapp 3,5 Prozent hat die Aktie des Pharma-Riesen Pfizer am Mittwoch an den US-Börsen zulegen können. Für die relativ hohe Volatilität beim eher konservativ einzuschätzenden Titel in der laufenden Woche sorgen Schlagzeilen rund um den Einstieg des aktivistischen Investors Starboard Value (DER AKTIONÄR berichtete).
Laut einem Bericht der Financial Times (FT) wollen sich Pfizer-Chef Albert Bourla und mindestens ein weiterer unabhängiger Direktor in der kommenden Woche mit dem Investor treffen. Die Zeitung bezieht sich dabei auf nicht identifizierte Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Starboard Value werde bei dem Treffen demnach durch CEO Jeff Smith und Partner Patrick Sullivan vertreten sein.
Am Montag berichtete zunächst das stets gut informierte Wall Street Journal (WSJ), dass der aktivistische Investor eine Beteiligung von rund einer Milliarde Dollar an Pfizer aufgebaut habe. Smith und sein Team fordern demnach das Unternehmen auf, Änderungen vorzunehmen, um die Performance zu verbessern.
Pfizer hat die milliardenschwere Gewinne aus der Corona-Zeit – das Unternehmen vertrieb unter anderem das Covid-19-Medikament Paxlovid und Covid-19-Vakzine – in Form von zahlreichen Übernahmen ausgegeben. Darunter: Die Akquisition von Global Blood Therapeutics (GBT) für 5,4 Milliarden Dollar. Den Verkauf des einzigen GBT-Medikaments, Oxbryta, musste Pfizer vor Kurzem aufgrund von Sicherheitsbedenken einstellen.
Gleiches gilt für einen RSV-Wirkstoff. Laut Fierce Biotech hat Pfizer die Entwicklung von Sisunatovir beendet. Pfizer sicherte sich den Zugriff auf die Substanz durch den Kauf von ReViral für 525 Millionen Dollar.