Die Aktie des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer verzeichnet am Mittwoch einen deutlichen Rückgang. Der Kurs fiel unter das September-Tief bei 26,51 Euro. Damit reiht sich Bayer am unteren Ende des DAX ein.
Der Kurseinbruch steht mit den jüngsten Entwicklungen in den USA in Zusammenhang. Konkret betrifft dies Rechtsstreitigkeiten über PCB (Polychlorierte Biphenyle). Am Dienstag wurde bekannt, dass Washington Courts Petitionen zur Überprüfung veröffentlicht hat, darunter der Fall Erickson gegen Pharmacia LLC.
**Rechtsstreitigkeiten in den USA**
Der Fall Erickson wurde zur erneuten Überprüfung zugelassen, was einen Rückschlag für Bayer darstellt. Ein Urteil des Court of Appeals in Washington von 2023 zugunsten von Monsanto, einer Bayer-Untergesellschaft, wurde aufgehoben und zurückverwiesen. Das ursprüngliche Urteil sah 185 Millionen Dollar Schadenersatz vor. Im Mai stellte Bayer fest, dass mehrere Fehler in den Verfahren vorlagen, darunter unzuverlässige Expositionsnachweise und unrechtmäßig zugelassene Gutachten.
Parallel belasten andauernde Glyphosat-Klagen die Aktie. Diese Klagen kosteten Bayer bereits Milliarden Euro. Das Unternehmen hofft auf eine Entscheidung des Supreme Courts, die klären soll, ob Bundesrecht über dem der Bundesstaaten steht. Ein solcher Entscheid könnte das Thema Glyphosat klären.
Das macht die Bayer-Aktie:
Die Bayer-Aktie fällt um 6,8 Prozent
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.