SMA Solar hat ein umfangreiches Sparprogramm angekündigt, um finanzielle Herausforderungen zu bewältigen. Die Aktie reagierte mit einer leichten Erholung, hat aber seit Jahresbeginn über 70 Prozent ihres Wertes verloren. Das Marktumfeld bleibt schwierig, was den Druck auf das Unternehmen erhöht.
Die SMA Solar Technology AG, ein führender Anbieter von Photovoltaik-Systemtechnik, steht vor erheblichen Herausforderungen im Bereich der privaten und gewerblichen Solaranlagen. Das Unternehmen plant Einsparungen in Höhe von 150 bis 200 Millionen Euro, um den finanziellen Belastungen entgegenzuwirken. Bestandteil dieses Programms könnte auch ein Stellenabbau sein, über den in den kommenden Wochen mit den Arbeitnehmervertretern verhandelt werden soll.
Die SMA-Aktie reagierte auf die Ankündigung des Sparprogramms mit einer leichten Erholung. Zuletzt ging es um 2,2 Prozent nach oben auf 17,47 Euro. Dennoch bleibt die Kursentwicklung für das Jahr 2024 insgesamt düster. Nachdem das Unternehmen im Juni seine Prognose zurückgezogen hatte, kam es zu einem deutlichen Kursrutsch der Aktie. Trotz der jüngsten Erholung haben die Papiere seit Jahresbeginn über 70 Prozent ihres Wertes verloren. Blickt man auf den letzten Monat zurück, beträgt der Verlust 18 Prozent.
Marktumfeld und Maßnahmen
Hohe Lagerbestände bei Händlern und Installateuren belasten den aktuellen Zustand des Unternehmens, insbesondere in den Segmenten Home Solutions sowie Commercial & Industrial Solutions. Das Marktumfeld bleibt herausfordernd, was den Druck auf das Unternehmen weiter erhöht. Vorstandschef Jürgen Reinert betonte die Notwendigkeit, SMA Solar besser und zukunftsfähig aufzustellen, um weiterhin ein fester Bestandteil der globalen Energiewende zu bleiben. Kurzfristig soll das Unternehmen durch das Sparprogramm finanziell stabilisiert und neu am Markt ausgerichtet werden.