Nach einem Rekordhoch am Dienstag verzeichnet die SAP-Aktie huete vorbörslich einen deutlichen Kursrückgang. Auslöser ist eine Meldung des US-Justizministeriums, das Untersuchungen bezüglich möglicher Preisabsprachen zwischen SAP und IT-Wiederverkäufer Carahsoft durchführt.
Die Untersuchungen laufen bereits seit mindestens 2022 und betreffen Geschäfte mit dem US-Militär und staatlichen Stellen über ein Jahrzehnt hinweg. Eine Sprecherin von SAP verweigerte bisher jeglichen Kommentar zu den laufenden Untersuchungen. Auch Carahsoft, ein Anbieter von Technologie für staatliche Beschaffungen, hat sich bisher nicht geäußert. Das Ministerium prüft, ob sich SAP und Carahsoft bei Geschäften mit dem US-Militär und anderen staatlichen Stellen binnen eines Jahrzehnts verbotenerweise abgesprochen haben, um von den USA überhöhte Preise zu erhalten.
Zusätzlich zu den Untersuchungen des US-Justizministeriums kam es am Dienstag zu Durchsuchungen der FBI in den Büros von Carahsoft. Die Ermittlungen betreffen ein früheres Geschäft eines Partnerunternehmens von Carahsoft, wobei unklar bleibt, ob es sich dabei um SAP handelt.
Das macht die SAP-Aktie:
Am Dienstag hatte die SAP-Aktie mit einem Sprung über knapp 208 Euro zeitweise gar so viel gekostet wie noch nie. Im vorbörslichen Handel notiert sie jedoch 2,9 Prozent tiefer (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch