Die leichte Erholung der Ölpreise hatte zuletzt auch den Aktien der Energieriesen TotalEnergies und Equinor etwas in die Karten gespielt. Doch nun schwächeln Brent, WTI & Co wieder. So sind die Preise am Mittwoch gesunken, was die Gegenbewegung der letzten Handelstage nach zuvor mehreren schwachen Wochen vorerst zum Stoppen brachte.
Am Morgen wurde ein Barrel der Nordseesorte Brent, das für die Lieferung im November vorgesehen ist, mit 73,24 US-Dollar bewertet. Das entspricht einem Rückgang von 46 Cent im Vergleich zum Vortag. Gleichzeitig fiel der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) um 47 Cent auf 70,72 Dollar.
Analysten führten den Rückgang auf einen Anstieg der Ölreserven in den USA zurück, der die Marktpreise belastet hat. Der American Petroleum Institute (API) berichtete in der vergangenen Woche von einem Anstieg der Lagerbestände an Rohöl um zwei Millionen Barrel. Am Nachmittag werden die offiziellen Statistiken der US-Regierung zur Entwicklung dieser Ölreserven veröffentlicht, die möglicherweise neue Impulse für den Markt setzen könnten.
Zusätzlich richten die Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die bevorstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve, die am Abend ansteht. Nach Äußerungen von Mitgliedern der Fed gilt es als nahezu sicher, dass die Notenbank den Kurswechsel einleiten wird, indem sie die Leitzinsen zum ersten Mal seit der Inflationswelle senken könnte. Es bleibt jedoch unklar, wie stark die Zinssenkung letztlich ausfallen wird.
In den letzten Handelstagen haben die Ölpreise tendenziell einen Aufwärtstrend gezeigt. Dennoch konnten sie nur einen Teil der erheblichen Verluste ausgleichen, die Brent, WTI & Co seit Ende August aufgrund von Bedenken über eine schwache Nachfrage in China und den USA verzeichnet haben.