Novartis hat am Dienstagabend mitgeteilt, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA das Medikament Kisqali gegen Brustkrebs zugelassen hat. Zudem hat das Unternehmen auf dem Fachkongress ECTRIMS in Dänemark heute neue Studiendaten veröffentlicht.
Die Zulassung von Kisquali ermöglicht nun die Anwendung zur Behandlung von Brustkrebspatientinnen im Frühstadium, speziell für hormonrezeptor-positiven und HER2-negativen Brustkrebs in den Stadien zwei und drei, die ein hohes Rückfallrisiko aufweisen. Studien zeigen, dass die Kombination von Kisqali mit einer hormonellen Therapie das Rückfallrisiko um 25 Prozent im Vergleich zur alleinigen hormonellen Therapie senkt, unabhängig davon, ob der Krebs bereits gestreut hat.
Bislang war Kisqali nur für fortgeschrittenen Brustkrebs zugelassen. Mit der neuen Zulassung verdoppelt sich die Zahl der Patientinnen, die für eine Behandlung mit diesem CDK4/6-Hemmer infrage kommen. Zudem prüft Novartis eine Zulassung der neuen Indikation auch für Europa, was den potenziellen Markt weiter vergrößern könnte.
Neue Studiendaten
„Kesimpta“, eine Erstlinientherapie zur Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose (RMS), hat seine Wirksamkeit in jüngsten Studien erneut bestätigt. Laut Novartis weisen fast 90 Prozent der Patienten in der offenen Verlängerungsstudie Alithios bis zu sechs Jahre lang kein Fortschreiten der Behinderung auf. Zudem berichten Patienten, die von einer intravenösen Anti-CD20-Therapie auf „Kesimpta“ umgestellt wurden, nach zwölf Monaten über keine neuen aktiven Läsionen. Diese zusätzlichen Daten festigen die Position von „Kesimpta“ als wirksame und nachhaltige Behandlungsoption.
Die neuen Daten zu „Kesimpta“ wurden auf dem Fachkongress ECTRIMS in Dänemark präsentiert, der vom 18. bis 20. September 2024 stattfindet.
Das macht die Novartis-Aktie:
Die Novartis-Aktie schloss am Dienstag um rund ein Prozent tiefer bei 115,70 Dollar. Vorbörslich geht es 0,3 Prozent aufwärts (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch