Volkswagen hat kürzlich den neuen VW Transporter vorgestellt, der gemeinsam mit Ford entwickelt wurde. Carsten Intra, Leiter der Sparte für leichte Nutzfahrzeuge (VWN), gab nun ein Update zur Zusammenarbeit. Derweil setzt sich die Aktie weiter nach oben ab.
„Wir sind sehr zufrieden mit unserer Zusammenarbeit [...] und wir prüfen immer, welche Ausbaumöglichkeiten der Kooperation es noch gibt. Denn wir ergänzen uns an vielen Stellen wirklich gut", so Intra.
Ein bedeutender Schritt ist die Verlagerung der Produktion des neuen Transporters in die Türkei, wo Ford das Modell fertigen wird. Das Vorgängermodell T6.1 wurde bislang in Hannover produziert und war das meistverkaufte Modell der Marke. Die Produktion des T6.1 endete im Juni. In Hannover werden weiterhin der Multivan und der vollelektrische ID. Buzz hergestellt. Trotz der Änderungen äußerte sich Intra zuversichtlich in Bezug auf die Auslastung des Werks in Hannover: „Wir gehen momentan davon aus, dass wir eine solide Zweischichtauslastung haben, mindestens für dieses und das nächste Jahr.“
Neue Varianten
Der ID. Buzz, dem erhebliche Bedeutung für das Unternehmen zukommt, soll durch neue Varianten wie ein Modell mit langem Radstand und sieben Sitzen sowie eine sportliche GTX-Version zusätzlichen Schub erhalten. Intra zeigt sich optimistisch: „Jetzt kommt der lange Radstand mit sieben Sitzen und der sportliche GTX. Und wir gehen im Herbst auch noch in die USA und weitere internationale Märkte. Ich bin daher sehr zuversichtlich.“ Trotz eines Absatzes von 14.600 Einheiten im ersten Halbjahr 2024 – einem Anstieg von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – bleibt das ursprüngliche Ziel von 130.000 Einheiten pro Jahr noch in weiter Ferne.
Restrukturierungsprogramm und Sparkurs
Volkswagen arbeitet intensiv an seinem Strategie- und Effizienzprogramm „Grip“. Dazu gehört die Reduktion der Mitarbeiterzahl in Hannover bis 2029 von einst 15.000 auf gut 10.000 – ausreichend sollen frei werdende Stellen nicht nachbesetzt werden. „Wir sind jetzt bei gut 12.000 angekommen“, erklärte Intra und fügte hinzu, dass dieser Weg konsequent fortgesetzt werden müsse.
Der verschärfte Sparkurs bei der Kernmarke VW Pkw könnte betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen umfassen. Mehrere Tarifvereinbarungen, darunter die Beschäftigungsgarantie bis 2029, wurden gekündigt. Dies wird zu bevorstehenden Verhandlungen mit der IG Metall führen.
Das macht die VW-Aktie:
Die VW-Aktie steigt um 1,3 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz..