Viele Pharma- und Biotech-Unternehmen, die im Bereich der Onkologie aktiv sind, nutzen die Jahrestagung der European Society for Medical Oncology, um die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse im Kampf gegen Krebs zu teilen. So auch der US-Pharmariese Pfizer. Vor allem mit der Substanz Ponsegromab sorgen die Amerikaner für Aufsehen.
Am Samstag berichtete Pfizer über positive Phase-2-Daten zu der Substanz, die sowohl auf der ESMO als auch im The New England Journal of Medicine (NEJM) publiziert wurden. Ponsegromab stammt nicht aus einer Übernahme – Pfizer war diesbezüglich in den zurückliegenden Jahren sehr aktiv – sondern aus der eigenen Forschung.
Ponsegromab erzielte vielversprechende Ergebnisse bei Patienten mit Kachexie bei Krebs. Hierbei handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung, die sich durch den Abbau von Fett- und Muskelmasse auszeichnet. Pfizer erreichte bei der Studie den primären Endpunkt der Veränderung des Körpergewichts von Ponsegromab im Vergleich zu Placebo über alle getesteten Dosen hinweg und erreichte bei der höchsten untersuchten Dosis nach zwölf Wochen eine durchschnittliche Zunahme von 5,6 Prozent. Zudem stellte Pfizer bei der höchsten Dosierung im Vergleich zum Ausgangswert Verbesserungen bei Appetit und Kachexie-Symptomen, körperlicher Aktivität und Muskelmasse fest.
Der Pharmariese plant nun, die Vorbereitungen für zulassungsrelevante Phase-3-Studien zu treffen. Diese sollen im Jahr 2025 beginnen.