Die Aktien von Oracle haben im vorbörslichen Handel einen deutlichen Anstieg verzeichnet, nachdem das Unternehmen neue mittelfristige Ziele sowie eine wichtige Cloud-Partnerschaft bekannt gegeben hat. Konkurrent SAP konnte davon ebenfalls profitieren, musste die Gewinne aber mittlerweile wieder abgeben.
Oracle plant für das Geschäftsjahr 2029 einen Umsatz von 104 Milliarden US-Dollar, was einer jährlichen Wachstumsrate von 14,5 Prozent entspricht. Im letzten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von acht Prozent. Analysten heben die ehrgeizigen Zielsetzungen als Hauptgrund für die jüngsten Kursgewinne hervor.
Analystenstimmen
Die UBS hat das Kursziel für die Oracle-Aktie von 175 auf 200 US-Dollar erhöht und empfiehlt die Aktie weiterhin zum Kauf. Analyst Karl Keirstead betonte die überraschend robusten Wachstumsziele für die Geschäftsjahre 2026 bis 2029, bemerkte jedoch mit Enttäuschung, dass das Margenziel verschoben wurde.
Gleichzeitig hat JPMorgan das Kursziel für Oracle von einhundertzwanzig auf einhundertvierzig US-Dollar erhöht, bleibt aber bei ihrer neutralen Bewertung. Analyst Mark Murphy hebt hervor, dass der kürzlich auf der "CloudWorld" präsentierte Umsatzausblick die Erwartungen übertrifft. Er lobt insbesondere das ambitionierte Wachstumsziel des Unternehmens bis 2029.
Das machen die Aktien:
Die Oracle-Aktie steigt vorbörslich um 6,3 Prozent. Am Vortag schloss sie 2,6 Prozent höher bei 161,38 Dollar.
Die Papiere von SAP hievten sich zunächst in Richtung eines neuen Rekordhochs, mittlerweile steht jedoch ein Minus von 0,1 Prozent zu Buche (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch