Die BMW-Aktie hat in den vergangenen Wochen deutliche Verluste erlitten und ist auf ihren niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren gesunken. Auch andere deutsche Automobilhersteller haben Rückschläge hinnehmen müssen, was den gesamten Sektor belastet. Analysten warnen vor weiteren Herausforderungen durch regulatorische Anforderungen und geopolitische Spannungen.
Die Aktien von BMW haben seit Ende August mehr als elf Prozent an Wert verloren und sind auf den tiefsten Stand seit November 2022 gesunken. Heute verzeichneten sie einen Rückgang von bis zu 1,8 Prozent.
Auch andere deutsche Autobauer stehen unter Druck. So fielen die Aktien von Volkswagen um bis zu 1,8 Prozent und erreichten ihr niedrigstes Niveau seit 2020. Mercedes-Benz verzeichnete einen Rückgang von 0,9 Prozent, während Porsche AG mit einem knappen Anstieg von ein Prozent eine Ausnahme bildete.
Einflussfaktoren und Prognosen
Mehrere Faktoren beeinflussen derzeit die Aktienentwicklung in der Autobranche. Analyst Patrick Hummel von der UBS verwies auf Aussagen von Luca de Meo, dem Präsidenten des europäischen Autoherstellerverbands Acea und CEO von Renault. De Meo warnte vor möglichen Strafzahlungen in Höhe von 15 Milliarden Euro seitens der EU bis 2025, falls der Verkauf von Elektroautos nicht ausreichend gesteigert wird. Berenberg prognostiziert weiterhin Schwankungen im Autosektor. Die Unsicherheiten resultieren aus den strengen EU-Anforderungen an die Elektromobilität, der Entwicklung der Automobilpreise und dem Handelsstreit mit China.
Dennoch gibt es auch positive Aussichten innerhalb der Branche. Mercedes-Benz wird aufgrund erwarteter Ausschüttungen und Aktienrückkäufe bevorzugt. Ebenso scheinen Porsche und Stellantis die vielversprechendsten Ergebnisaussichten für das Jahr 2025 zu haben. Dagegen wird für Volkswagen ein schwieriges Jahr 2025 prognostiziert, stark betroffen durch CO2-Richtlinien und das China-Geschäft (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz., Mercedes-Benz, Porsche AG .