Für die BMW-Aktie geht es am Dienstag plötzlich nach unten. Grund dafür ist die Gewinnwarnung des Münchner Autobauers. Aufgrund von Lieferproblemen und einem schwächeren Marktumfeld in China musste dieser die ursprüngliche Prognose eindampfen. An der Börse geht es daher für die BMW-Aktie aber auch andere deutsche Automobilwerte und Zulieferer stark bergab.
Grund für die Gewinnwarnung sind Probleme mit einem vom Zulieferer gelieferten integrierten Bremssystem (IBS) und ein gedämpftes Marktumfeld in China. Aufgrund von Auslieferungssperren und Rückrufaktionen erwartet BMW nun einen leichten Rückgang der Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahr, anstelle des zuvor prognostizierten leichten Anstiegs.
Margen-Ausblick gesenkt
Die EBIT-Marge für 2024 wurde auf sechs bis sieben Prozent angepasst, während zuvor acht bis zehn Prozent in Aussicht gestellt wurden. Zudem erwartet BMW nun einen deutlichen Rückgang des Konzernergebnisses vor Steuern, statt nur eines leichten Rückgangs. Dieser ist insbesondere für die meist üppige Dividendenausschüttung wichtig.
Das macht die BMW-Aktie
Am Diestagmittag verzeichnete die Aktie der BMW AG einen Kursrückgang von 5,5 Prozent und steht aktuell bei 73,40 Euro. Dieses Niveau markiert den tiefsten Stand seit Oktober 2022. BMW befindet sich derzeit am Ende des DAX. Auch andere Automobilunternehmen sind von der BMW-Gewinnwarnung betroffen. Die Aktien der Porsche SE sowie die Papiere von Mercedes-Benz, Volkswagen und Continental verloren jeweils zwischen 2,5 und 4,9 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Jan-Paul Fóri