Die Aktie der Commerzbank steht am Mittwochvormittag deutlich unter Druck. Auf den Kurs drückt die Meldung, dass der Staat seine Beteiligung an dem Kreditinstitut reduzieren will. Finanztreff.de beleuchtet die Hintergründe.
Während der Finanzkrise 2008/2009 stieg der Bund in die Commerzbank ein, um die Finanzmarktstabilität zu sichern. Nach Aussage von Florian Toncar, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, sei die Commerzbank mittlerweile stabil und ertragsstark, was einen sukzessiven Ausstieg des Bundes rechtfertige. Eva Grunwald, Geschäftsführerin der Finanzagentur, betonte zudem, dass sich die wirtschaftliche Situation der Bank seit 2021 stetig verbessert habe und daher die Reduzierung des Bundesanteils ein folgerichtiger Schritt sei.
Der Bund hält aktuell 16,49 Prozent an der Commerzbank, nachdem diese in den vergangenen Jahren rund 13,15 Milliarden Euro der ursprünglich bereitgestellten 18,2 Milliarden Euro aus dem Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS) zurückgeführt hat. Der Verkaufsprozess des Aktienpakets soll transparent und marktschonend erfolgen. Ein interministerieller Lenkungsausschuss wird zu gegebener Zeit über weitere Verkaufsschritte entscheiden.
Das macht die Commerzbank-Aktie:
Die Commerzbank-Aktie fällt um 2,3 Prozent, vorbörslich standen Verluste von über vier Prozent zu Buche (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.