Die Ziele sind ambitioniert: Zehn Milliarden Euro will VW bis 2026 einsparen, um das Margenziel von 6,5 Prozent zu erfüllen. Erste Schritte waren Einsparungen beim Personal sowie im Vertrieb. Doch das genügt nicht. Die Marge von 2,3 Prozent im ersten Halbjahr hinkt den Erwartungen weit hinterher. Mit den aktuell ergriffenen Maßnahmen dürfte das Ziel laut Insidern um zwei bis drei Milliarden Euro verfehlt werden. Durch die neuen CO2-Flottenziele der EU dürfte der Druck ab 2025 zudem weiter wachsen.
Die US-Bank Goldman Sachs gibt sich daher jetzt vorsichtiger für die Volkswagen-Vorzüge. So reduzierte Analyst George Galliers in einer am Freitag erschienen Studie sein Kursziel von 143 auf 127 Euro und blieb bei seiner Einschätzung auf „Neutral“. Der Experte senkte seine Gewinnschätzungen. Als Grund führt Galliers die Q2-Zahlen, aber auch die anhaltenden Restrukturierungsbemühungen an. Insgesamt schreibt Goldman Sachs der Aktie mit dem Kursziel aber immer noch ein Aufwärtspotenzial von über 30 Prozent zu.